Die Altersrenten im alten Rentensystem

Im alten Altersrentensystem besteht der Rechtsanspruch auf die Altersrente nach Erreichen der Regelaltersgrenze:

  • von Frauen, die mindestens eine 20 Jahre lange Zeitspanne an Beitragszeiten und an beitragsfreien Zeiten zurückgelegten,

  • von Männern, die mindestens 25 Jahre an Beitragszeiten und an beitragsfreien Zeiten zurückgelegten.

Das System sieht eine Altersrente mit verkürzter Versicherungszeit mit gesetzlichem Renteneintrittsalter:

  • für Frauen bei mindestens 15 Jahren an Beitragszeiten und an beitragsfreien Zeiten,

  • für Männer bei mindestens 20 Jahren an Beitragszeiten und an beitragsfreien Zeiten.

Die Altersrente mit verkürzter Versicherungszeit wird jedoch nicht bis zur Höhe der Mindestrente angehoben. Manche Berufsgruppen und Personen, die unter besonderen Bedingungen und
deren Arbeit einen besonderen Charakter hatte, arbeiten mussten (z.B. Bergleute, Lehrer) haben Anspruch auf die Altersrente im früheren Alter als das gesetzliche Renteneintrittsalter.

Im Jahr 2014 betrug das tatsächliche Renteneintrittsalter bei Männern 61 Jahre und bei Frauen 59,8 Jahre.

Die im Durchschnitt zurückgelegten Beschäftigungszeiten betrugen im Dezember 2014 bei Frauen 32,8 Jahre und bei Männern 37,5 Jahre.

Die Altersrente, die nach dem alten System berechnet wird, beträgt:
24% des Basisbetrages
+ 1.3% der Bemessungsgrundlage für jedes Jahr der Beitragszeiten. Die beitragsfreie Zeiten werden für maximal ein Drittel der gesamten Beitragszeit berücksichtigt.
+ 0.7% der Bemessungsgrundlage für jedes Jahr beitragsfreien Zeiten1

Die Bemessungsgrundlage bildet die durchschnittliche Bemessungsgrundlage des Beitrags zur Rentenversicherung oder zu Sozialversicherungen während der von dem Betroffenen ausgewählten aufeinander folgenden zehn Kalenderjahre aus den letzten 20 Kalenderjahren oder aus ausgewählten 20 Kalenderjahren aus der gesamten Versicherungszeit.

Der Bemessungsgrundlage werden dem Versicherten die ihm/ihr in dem jeweiligen Kalenderjahr zustehenden Beträge des Lohnfortzahlungsgeldes und Beträge des Krankengeldes, Mutterschaftsgeldes, Betreuungsgeldes, der Rehabilitationsleistung, des Übergangsgeldes, der Ausgleichsleistung oder der – zulage, wie auch der Wert der Geldentschädigung wegen periodischen Gehaltserhöhungsstopps im öffentlichen Dienst angerechnet.

Um die Bemessungsgrundlage festzusetzen, werden die Beträge der Beitragsbemessungsgrundlagen und der oben genannten Leistungen jedes Jahr aus den ausgewählten Kalenderjahren summiert und es wird anschließend das Verhältnis jeder dieser Summen zum Jahresbetrag der durchschnittlichen Löhne und Gehälter berechnet, der für das jeweilige Kalenderjahr bekannt gegeben wurde, Das Verhältnis wird in Prozenten angegeben. Des Weiteren wird das arithmetische Mittel dieser Prozentwerte berechnet, das den Koeffizienten der Höhe der Bemessungsgrundlage bildet (der maximal 250% betragen kann), und dieser Koeffizient wird mit dem Basisbetrag multipliziert.

Den Basisbetrag machen 100% der durchschnittlichen Löhne und Gehälter aus dem vergangenen Kalenderjahr gemindert um die von den Versicherten in Abschlag genommenen Beiträge zu Sozialversicherungen aus. Er wird ab dem 1. März jedes Jahres festgesetzt.

Vom 1. März 2014 bis zum 28. Februar 2015 betrug der Basisbetrag 3191,93 Zl und ab
dem 1. März 2015 beläuft sich der Basisbetrag auf 3308,63 Zl.

1 Beitragsfreie Zeiten werden für maximal 1/3 der Beitragszahldauer berücksichtigt

(1 EUR = ca 4.32 PLN)