Die Überbrückungsaltersrente

Ein Versicherter hat Anspruch auf die Überbrückungsaltersrente, wenn er folgende Voraussetzungen alle erfüllt:

  • wenn er nach dem 31. Dezember 1948 geboren wurde,
  • wenn er einen in einem Zeitraum von 15 Jahren eine Arbeitserbringung unter besonderen Bedingungen geleistet hat,
  • wenn der Versicherte/die Versicherte das Alter von mindestens 55 Jahren für Frauen und von mindestens 60 Jahren für Männer vollendet hat,
  • wenn der Versicherte/die Versicherte Versicherungszeiten (Beitragszeiten und beitragsfreie Zeiten) von mindestens 20 Jahren bei Frauen und von 25 Jahren bei Männern nachweisen kann,
  • wenn der Versicherte/die Versicherte vor dem 1. Januar 1999 Arbeit unter besonderen Bedingungen geleistet hat,
  • wenn der Versicherte/die Versicherte nach dem 31. Dezember 2008 Arbeit unter besonderen Bedingungen geleistet hat,
  • wenn das Arbeitsverhältnis aufgelöst worden ist.

Die Höhe dieser Altersrente wird genauso wie die Höhe der neuen Altersrente festgestellt, wobei immer die durchschnittliche weitere Lebenserwartung für Personen im Alter von 60 Jahren zugrunde gelegt wird, unabhängig von dem tatsächlichen Alter des Renten-eintritts.

Der Anspruch auf die Überbrückungsaltersrente endet mit dem Tag vor dem Tag des Erwerbs des Altersrentenanspruchs und – wenn der Berechtigte keinen Anspruch auf die Altersrente hat – mit dem Vortag des Tages, an dem er das allgemeine Regelrentenalter erreicht.

Die Überbrückungsaltersrenten (vorgezogene Renten) werden zum größten Teil aus dem Staatsbudget finanziert. Ein Teil der Kosten wird von den Arbeitgebern aus dem Beitrag gedeckt, der zum Überbrückungsaltersrentenfonds abgeführt wird.

2014 wurden die Überbrückungsaltersrenten im Monatsdurchschnitt an rund 10,7 Tsd. Rentner gezahlt und ihre durchschnittliche Höhe lag bei 2335,21 Zl.

Die Ausgaben für die Auszahlung von Überbrückungsaltersrenten betrug 300 964,7 Tsd. Zl im Jahr 2014.

 

(1 EUR = ca 4.32 PLN)